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St. Jakob Kirche in Kopidlno

Kostel sv. Jakuba Většího, Kopidlno, Autor: jan špelda

Kirchliche Bauten: Kirche

Kostel sv. Jakuba Většího, Kopidlno, Autor: jan špelda
 

Vackova
Kopidlno, 507 32

 

Die Kirche befindet sich am Hang in der Nähe des Marktplatzes (Hilmarova- und Vackova-Straße).

Der Bau entstand am Ort der ehemaligen gotischen Kirche aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, die bei einem Stadtbrand im Jahr 1667 vernichtet wurde. Die neue Kirche zusammen mit der Pfarrei wurde in den Jahren 1704 bis 1705, wahrscheinlich vom Prager Baumeister Filip Spannbrucker (1672-1729) gebaut. Die Kirche ließ Graf Franz Josef Schlik (1656-1740), der auch das Projekt größtenteils finanzierte, erbauen. Ein kleiner Teil der Kosten wurde vom Vermögen der Kirche finanziert. Im Jahr 1775 wurde zur nördlichen Seite des Altarraums noch ein Herrenoratorium angebaut, die Sakristei entstand im Jahr 1829 auf der gegenüberliegenden südlichen Seite.

Die Kirche des Hl. Jakobs des Größeren ist ein einschiffiges Gebäude mit ovalförmigem Grundriss mit Kreuz, dessen quere Balken die Bereiche der Seitenkapellen bestimmen. Am Eingang der westlichen Fassade befindet sich ein für das tschechische Gebiet ungewöhnliches Balkonportal. Oberhalb des Eingangsbereichs befindet sich ein Zwiebelturm. Die Ausstattung der Kirche wird von Lisenen und konkav gebogenen dorischen Säulen, die das reduzierte Gebälk tragen, gegliedert.

Der Eingangsbereich im Unterturm, von dem eine Treppe zum Chor und Dachboden führt, mündet im Hauptbereich des Kirchenschiffes. Die Wände im Inneren werden durch verbundene Säulen, auf welche Gurtbogen aufsitzen, getrennt. Den zentralen Bereich schließt ein komplexes Kuppelgewölbe ab, das Gewölbe zieren Wandmalereien mit Motiven aus der Legende über den Apostel Jakob den Größeren. Die Seitenaltäre sind illusorisch gemalt, auf den Wänden hängen Ölgemälden von Wiener Maler F. W. Tamm aus dem Jahr 1703. Im Altarraum befindet sich ein massiver Altar im Stil der Neorenaissance aus den 1880er Jahren.

Der Innenausbau der Kirche wurde in den Jahren 1850–1852 renoviert, weitere größere Renovierungsarbeiten verliefen in den Jahren 1885–1888 und 1915. Heutzutage finden Gottesdienste sowohl an Sonntagen und Feiertagen als auch an Wochentagen in der Kirche statt. Gelegentlich werden in der Kirche Orgelkonzerte, Konzerte der klassischen Musik und Blaskapellen organisiert. 

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