Doubravice 37
Turnov, 511 01
| Telefon: | +420 481 389 527 |
|---|---|
| E-mail: | [email protected] |
| Web: | www.obechrubaskala.cz |
Das Schloss Hrubá Skála steht auf einem felsigen Vorsprung im Wald oberhalb des Dorfes. In der Mitte des 14. Jahrhunderts ließ das Schloss Hynek von Wallenstein erbauen, und seine Besitzer waren später mehrere bedeutende Adelsfamilien. Heute wird das Schloss als Hotel genutzt, aber sein Innenhof mit der herrlichen Aussicht ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Vom Dorf aus führt ein reizvoller Weg zum Schloss, der in sanften Serpentinen am ehemaligen Brauereigebäude und mehreren Wirtschaftsgebäuden des Schlosses vorbei nach oben führt.
In dem Dorf gibt es keine Industrie, die Besucher werden vor allem von der schönen Natur des Böhmischen Paradieses angezogen, einer wunderschönen Region am Mittellauf der Iser, die ihren Namen 1886 erhielt. Die Gegend ist reich an Felsenstädte, romantische Täler, Burgen, Schlössern und malerische Volksarchitektur. Die Felsenstadt Hrubá Skála, die in der Nähe des Dorfes liegt, ist eines seiner Symbole. Ein weiteres ist die nahe gelegene Ruine der Burg Trosky. Der Wächterberg des Böhmischen Paradieses ist der Kozákov.
Hrubá Skála – Řezníček's Villa
Die architektonisch interessante Villa des Besitzers der Hruboskalský-Brauerei, Karel Řezníček, wurde 1901 nach dem Projekt des führenden Architekten Jan Vejrych erbaut.
Die Villa, die sich im südöstlichen Teil des Gartens mit Parklandschaft befindet, hat den Grundriss eines unregelmäßigen Kreuzes. Elemente der volkstümlichen Architektur – offene Gänge, Veranden, Dachgiebeln und Fensterläden – sind an einzelnen Fassaden weit verbreitet. Über dem Haupteingang befindet sich ein Fresko mit dem Motiv des tschechischen Schutzpatrons St. Wenzel zu Pferde, an der Südseite eine Sonnenuhr und das Brauereiwappen. Die Ostfassade des Hauses wird von einem Turm mit einer hölzernen Galerie gekrönt, die einen malerischen Blick auf die Landschaft bietet. Die Giebeldächer der Villa waren ursprünglich
mit Schiefer aus Železný Brod gedeckt.
Das Haus ist unterteilt in ein Untergeschoss, zwei Wohngeschosse und ein Dachgeschoss mit einem Zimmer, Kammern und einem Dachboden. Um die Bewohner des Hauses nicht zu stören, sind die einzelnen Etagen durch eine ellipsenförmige in der Auslucht geführte Treppe verbunden. Die Innenräume der Villa wurden im Einklang mit dem Gesamtkonzept des Bauwerkes gestaltet. Die Kosten für den Bau betrugen 16 000 Gulden. Nach dem kommunistischen Putsch 1948 wurden mehrere Räume von dem Nationalausschuss beschlagnahmt, 1959 wurde die gesamte Villa verstaatlicht und die Familie musste sie verlassen. Im Jahr 1992 wurde sie an die Nachkommen der ursprünglichen Besitzer zurückgegeben, und sechs Jahre später kaufte sie der bekannte
Turnov-Mäzen Bohuslav Horáček und schenkte sie der Gemeinde Hrubá Skála. Das Gebäude ist ein im Zentralregister der Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik
eingetragenes Denkmal (Nr. 01602553).
Das Böhmische Paradies ist eine ideale Region für die aktive Freizeitgestaltung. Ein dichtes Netz von Wander- und Radwegen steht zur Verfügung und der Goldene Pfad des Böhmischen Paradieses zieht sich wie ein roter Faden durch die Region. Die Wassersportler haben den Fluss Iser lieb gewonnen, an dem der Fernradweg Greenway Iser verläuft. Die Abenteuerlustigen können Ballonfahrt oder Paragliding versuchen.
Im Jahr 1955 wurde das Böhmische Paradies zum ersten Naturschutzgebiet der Tschechischen Republik erklärt. Das Naturschutzgebiet Böhmisches Paradies hat derzeit eine Gesamtfläche von 181 km2 und seine Grenzen werden ungefähr durch die Städte Mnichovo Hradiště, Turnov, Sobotka, Jičín und Železný Brod sowie die Gemeinde Frýdštejn bestimmt.
Aufgrund seiner äußerst wertvollen natürlichen, geologischen und landschaftlichen Werte wurde das Gebiet des Böhmischen Paradieses im Jahr 2005 in das europäische Geopark-Netzwerk aufgenommen, und im Jahr 2015 wurde der Geopark Böhmisches Paradies als einziger in der Tschechischen Republik Mitglied des UNESCO Global Geoparks Network. Die Fläche des Geoparks beträgt 833 km2.
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